Nahaufnahmen

Was gibt Menschen in Kriegsgebieten oder auf der Flucht die Kraft, weiterzumachen? Welche Momente während der Reise lassen für nur einen kurzen Augenblick all die Strapazen vergessen? Geschieht das überhaupt? Diese Fragen haben wir uns zu Beginn unserer Recherchen gestellt.

In Gesprächen sind wir auf unterschiedliche Orte gestoßen, alltägliche Räume, die erst durch näheres Hinsehen zu Räumen der Flucht werden. Der gleiche Raum hat – aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet – oft eine ganz andere Bedeutung und ist mit völlig unterschiedlichen Gefühlen verbunden. Die Comicserie tritt in den Fluchtraum hinein, um die dahinter verborgenen Geschichten und Gefühle wahrzunehmen.

Die folgenden Arbeiten zeigen jeweils eine Momentaufnahme und die dahinterstehende Situation oder Geschichte. Es lohnt sich, der Verlockung, sofort zum Comic weiterzuklicken, zu widerstehen und einen Augenblick inne zu halten, das Bild wirken zu lassen und den eigenen Gedanken dazu Raum zu geben.

Die Familie als Fluchtraum

Diesen Rückzugsort müssen Flüchtende verlassen. Wenn dann der Weg zum Fluchtraum wird, bekommt das Wort plötzlich eine völlig andere Bedeutung. Fotos, die am Weg zu viel Persönliches verraten könnten, werden vorsorglich gelöscht.

Strandleben

Vom Entspannen am Strand wurde uns erzählt. Es passte so gar nicht ins Bild vom Leben auf der Flucht. „Gut, wenn es auch entspannte, gesellige Zeiten gibt“, dachten wir, bevor wir noch einmal genauer nachfragten.

Tooor!

Von langen Geschichten hinter lachenden Gesichtern und von der Gabe, in kurzen Momenten der Freude Kraft zu tanken…

Selfietrend

soweit das Auge reicht. Smartphones als oberste Priorität. In sozialen Medien verbinden sich Lebenswelten.

Installative Arbeit Nahaufnahmen
Teil der Wanderausstellung Transition in der Steiermark
Ausstellungszeitraum: 2016/2017
Kuratiert von: Culture Unlimited